In laos verlierst du deinen eigenen namen. tuk tuk fahrer und verkaufer sichten touristen schon von Weitem und man wird mit: hello, pancake? begruesst. man mag auch mal hello waterfall, hello fruitshake, hello tuk tuk, hello mountainbike, hello banana, hello bowling gennant werden. manch einer muss sich auch ueber ein hello ladyboy wundern.
unsere laosreise begannen wir, immer noch mit franci von der trekkingtour im gepaeck, im sueden. wir verliesen kambodscha auf einer einsamen endlos langen geraden strasse im mitten von nix. das einzige was auf einen laenderuebertritt deutete war ein klitzekleines hauschen und einem schranken mit einem im vergleich zum hauschen ueberdimensionalen stoppschild. one stamp one dollaaaar. man bezahlt uns ist in laos.
zuerst verbrachten wir einige tage auf don det, eine insel am tuerkisgruenen mekong in einem gebiet das “fourthousandisland” genannt wird. keine autos, nur fahrraeder, eine kajaktour, fruchtshakes die uns happy machten, der groesste wasserfall suedostasiens, tuben, verrueckte leute, kein geld und kein bankomat. das war unser schoenes don det.
little miss magic maria verbrachte auch einige tage in vientiane bis wir unsere reise wieder gemeinsam nach vang vieng antraten. Die busfahrt war grauenhaft. mit 5 stunden Wartezeit dazwischen sassen wir in einem bus mit autodromlizenz und kurvten von serpentine zu serpentine. um nicht in eine selfdamaging nachdenkatmosphaere, wie es in transportmittel oft passiert, zu fallen, zaehlten meine irische sitzkollegin und ich im bus> die musikboxen, die lichter, die sitze, die koepfe, die vorbeifahrenden autos, die schilder mit aufschrift vang vieng,…… bis wir dann auch wirklich in vang vieng ankamen. dort gingen wir gleich mal mit unseren busfreunden in die “aussie bar”, in der wir die naechsten tage viel zeit und geld investierten. vang vieng ist eine kleine und superverrueckte stadt. da kriegt man alles, paty und natur. Wir sausten von einem highlight zum naechsten. schmutziges Mudvolleyball, sauberes tuben, hohe swings von denen man dann ins wasser springt, fluessige bucketbar mit vielen maedchen und vielen jungs, eine tiefe hoehle in die wir schwammen, eine tiefe hoehle in die wir kletterten, spaete gespraeche ueber teddybears, laute LORE!!!!!!!!!!!! schreiorchester, einen decently drunk scottie der niemals aufhoert zu reden, eine heisse mountainbiketour ins laendliche laos bei der ich im laendlichen graben landete und zwischen alldem waren wir auch manchmal muede. 10 tage spaeter stiegen wir, immer noch mit franci und neil der brite im gepaeck, in einen bus ins wunderschoene luang prabang.
in luang prabang angekommen sassen wir erstmal auf dem gehsteig weil wir kein guenstiges gaestehaus gefunden haben. neil ist daraufhin losgelaufen durch die stadt um die drei mueden maedls von der strasse in ein warmes bettchen zu verfrachten. maria und ich kamen sogar in den genuss eines fernsehers und so schauten wir steffi graf zu wie sie in den sommerspielen 2000 in sydney durch das stadion gesprintet ist. als die sonne wieder aufging machten wir uns mit kletterausruestung auf den weg zum geckorock, zu der wir im lao-style mit dem boot gelangten. beim boot angekommen weiteten sich unsere mueden augen erstmal gewaltig – vor uns lag ein kackebrauner mekong, dessen braunen mythos wir schon in frage gestellt haben da er bis dahin immer wunderschoen blau blitzte. an der kletterwand schafften wir stolze 15 meter ( ja es hoert sich nicht sehr hoch an, hat es aber in sich). am naechsten tag sassen wir auf der elefantendame geao. die gute war etwas faul und liebt ananas-und bananenstauden.nach einem abschiedsabend – “sports nicht” – Bowling mit franci und neil gings weiter mit dem schiff in trauter zweisamkeit in richtung westen.
die schifffahrt> auf der schifffahrt bin ich zu so mancher erkenntnis gelangt: nach mindestens einer runde schnopsn ist die maria beleidigt oder ich, oder wir sind beide sauer. ich hab gelernt dass man das wasserflaschen umfuellen ueber der hose lieber bleiben lassen soll, weil das in die hose geht. auch sind wir draufgekommen dass die maria ein yeahhhhh girl ist waehrend ich mich dem wwooouuu girl zuordnen wuerde. da die maria und ich an und fuer sich mit wenig sitzfleisch ausgestattet sind, empfanden wir die fahrt als ausserst ertraeglich. so eine nussschale bietet die moeglickkeit aufzustehn, das boot von vorn nach hinten abzugehen, man kann auf dem boden sitzen, auf einem sessel oder tisch, die ukulele auspacken und karten spielen. ja, da gibt es schon moeglichkeiten, waehrend man in einem minivan sein gewicht nur von der rechten pobacke zur linken pobacke verlagern kann. und so ein boot bietet auch die moeglichkeit sich mit allen anderen passagieren zu unterhalten. so fanden wir uns ploetzlich neben lisa und toni wieder und stellten fest dass lisa die cousine meiner tante gusti ist. ach ist die welt doch unfassbar klein. die zwei erhalten ein wahrlich annerkennendes kopfnicken von uns denn sie stehen uns mit ihrem stolzem alter um nix nach. der toni reist im grossen stil mit laptop und oesterreichischem speck und die lisa trinkt wahrhaftig gerne schlangenwein. am hafen angekommen feierten wir diese bekanntschaft mit einem gemeinsamen abendessen und beer lao bis der toni muede die aufgeweckte lisa ins bett schickte. war sehr schoen ueber die heimat, den mattsee und unsere verwandten zu sprechen und das alles in unserem schoenen oesterreichisch so wie uns der mund gewachsen ist.
gibbon experience: wir waren eine bunt zusammengewuerfelte, sehr symphatische Truppe. vier australische maedls, die eine ganze schulklasse 16jaehriger vertritt, ein australisches paerchen, ein aelterer brite (hillarious, horrible) und wir als einzige nicht mutterenglischsprachige. miss magic und ich verbrachten viel zeit mit dem Versuch des Verstehens. die erste nacht naechtigten wir in einem treehouse welches von einer fetten spinne bewohnt wird und es sich neben maria gemuetlich gemacht hat. auf unsere frage ob den spinnen hier gefaehrlich waehren sagte der guide> lao, no bite, hmmmmmm maybe 50percent. na dann is ja gut. am zweiten tag machten wir uns mit stirnlampen um 5.00 frueh auf und trackten von zipline zu zipline. beim zippen schalteten wir die lichter aus und flogen in der totalen finsternis ueber den baumwipfeln im schwarzen nix. das einzige was wir sahen war das flashlight des guides an der endstation. gaensehaut und adrenalin. eine stunde spaeter versteckten wir uns in einem unterschlupf und warteten ganz leise auf den ruf der gibbons. als wir sie hoerten folgten wir dem guide in gedeckter haltung auf zehenspitzen, boeschungen quer durch den dschungel runter bis wir den gibbons nahe genug waren um sie von baum zu baum huepfen zu sehen. es war einfach unglaublich ihnen zuzuhoeren. sie sind so laut und laesst einen denken sie spielten gleich neben einem. dann gings weiter dschungeleinwaerts zu einem wasserfall an dem unser treehouse fuer diese nacht lag . neben spinnen, ratten, katzen, geckos spielten wir “spoons” bis wir voellig erschoepft in unser schlafgemach fielen. am naechsten tag gings mit leerem bauch – essensverweigerung , 3mal reis am tag 3 tage lang – zurueck. wir zippten musicalreif “bohemian rapsody” johlend von baum zu baum bis wir auf den beinen landeten und einen langen verschwitzten fussmarsch antraten. zurueck in der stadt gings am naechsten tag ueber die grenze in den norden thailands nach chiang rai, welches spannend war wie ein zerissener regenschirm, und setzten uns so eine nacht spaeter in den bus nach chiang mai wo wir jetzt gerade sind.
ich hoffe ihr habt spass am lesen, auch wenns vielleicht ein bisschen verwirrend ist! in einer woche gehts bei uns auf nach neuseeland und so verabschieden wir uns heute zum letzten mal aus asien!
liebe sonnige gruesse maria und eva!!
